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Die Sache mit der Kreativität

Wer Bücher schreibt, fühlt sich ja unter dem Zugzwang, stets kreativ sein zu müssen – zumindest so kreativ, dass man einen schiefen Satz flugs in einen wohl klingenden Satz umwandeln kann. Aber es gibt Tage, an denen fühlt man sich so unkreativ, dass es schon zu viel verlangt scheint, den eigenen Namen korrekt zu buchstabieren.
Vorgestern war so ein Tag. Er kündigte sich bereits an, als ich nachts um halb vier schräg rechts nach meinem greinenden Kind greifen und es gleichzeitig hochnehmen wollte – autsch, das konnte nicht funktionieren. Aber so ist das eben, wenn man noch halb träumt. Man glaubt, man ist Superman. Und meine Schulter hält so gar nichts vom Superman-Dasein. Sie bestrafte meine psychokinetische Dislokation umgehend mit einem eingeklemmten Nerv.
Da ist also schon mal ein prima Start in den neuen (grauen, verregneten) Morgen, wenn man schief wie Witwe Bolte durch das Haus eiert und sich fragt, ob es wohl jemals wieder möglich sein wird, den Hals auch nach links zu drehen – oder vielleicht zu nicken? Den Kopf zu schütteln? Sich am Nacken zu kratzen?
Trotzdem, der Rechner wartet, die Skripte warten, also nix wie hoch ins Dachzimmerchen, dieses gemütliche, warme, geborgene – nein. Oh nein. Schon das aufgeregte Maunzen auf halber Strecke verriet mir, dass da etwas nicht stimmt. Mimi. Mal wieder ... Mimi ist unsere liebste, sauberste, devoteste und unauffälligste Katze. Leider ist sie so unauffällig (da klein und grau), dass sie es immer wieder schafft, sich in ein Zimmer zu flüchten, in dem sie eigentlich gar nicht sein darf und schließlich dort vergessen wird, weil sie sich wieder auf wundersame Weise unsichtbar gemacht hat.
Bei ein paar Stunden ist das kein Problem ... aber bei einer ganzen, langen Nacht? Mir schwante Böses. Ihr war es sichtlich unangenehm, und mir erst recht. Aber mit einem guten Teppichreiniger, einer großzügigen Portion Desinfektionsmittel und dem Talent „junger“ (ähem) Mütter, ihre Nase für einige Minuten auf Knopfdruck auszuschalten, war auch dieses Malheur nach 20 Minuten so weit beseitigt, dass ich mich ohne drohende Ohnmachtsanfälle an meinen Rechner setzen konnte.
Schief, schmerzgeplagt und übermüdet. Und, ich gebe es zu: vollkommen unkreativ.

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Die Autorin: Bettina Belitz

  • Bettina Belitz wurde 1973 an einem sonnigen Spätsommertag in Heidelberg geboren. Schon als Kind fing sie damit an, eigene Geschichten zu schreiben. Nach ihrem Studium arbeitete Bettina Belitz zunächst als Freie Journalistin und Texterin. Heute lebt die begeisterte Italien-Urlauberin mit ihrem Sohn Mio, ihrem Lebensgefährten und drei sturköpfigen Katzen in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald.

Der Titel zum Blog

Bettina Belitz: Splitterherz Bettina Belitz:
Splitterherz
  • Ellie fühlt sich magisch zu Colin hingezogen. Doch der hat ein Geheimnis, das die Liebe der beiden unmöglich erscheinen lässt: Er braucht die Empfindungen anderer Wesen, um zu existieren … Pass auf deine Träume auf!

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